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Zwiebelfische

Jimmy Ernst, Glückstadt – New York

2010
Dieser poetische Dokumentarfilm verknüpft auf mehreren Erzählebenen das Schicksal des New Yorker Künstlers Jimmy Ernst und seiner Eltern Max Ernst und Luise Straus mit der Geschichte der Fremdsprachendruckerei Augustin in Glückstadt.

Die Druckerei Augustin, 1632 in Glückstadt an der Elbe gegründet, spezialisierte sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Druck „fremder Sprachen“ – u.a. Chinesisch, Armenisch, Pehlewi aber auch Sanskrit, Runen oder Keilschrift – und wurde dadurch in Fachkreisen weltberühmt. Erst in den 70er Jahren konnte das Erbe der Buchdrucker nicht mehr fortgesetzt werden. Seitdem stehen die Maschinen mit tausenden von „fremden“ Schriftzeichen wie unberührt in dem schönen alten Gebäude „Am Fleth“. Ein magischer Drehort.

Jimmy Ernst

In diesem verträumten Städtchen findet Jimmy Ernst 1935 Unterschlupf. Er ist der Sohn des Malers Max Ernst und der jüdischen Kunsthistorikerin Lou Straus, die zu der Zeit schon auf der Flucht vor dem Nationalsozialismus in Paris leben. Trotz massiver Anfeindungen nehmen die Augustins den 15-Jährigen als Schriftsetzerlehrling bei sich auf. Und nur dank ihrer Hilfe kann Jimmy 1938 in die USA auswandern, wo er bis zu seinem Tod als Künstler lebt.

Der Film schildert Jimmy Ernst‘ Zeit in Glückstadt. Er nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, in die abenteuerliche Geschichte seiner Familie und die der Druckerei Augustin und erweckt die alten Schriftzeichen zu neuem Leben.

Credits

  • Regie: Christian Bau, Artur Dieckhoff
  • Kamera: Barbara Metzlaff, Jörn Staeger
  • Musik: Ulrike Haage
  • Produktion: Thede Filmproduktion
Maria Hemmleb
Filmeditorin Maria Hemmleb
DVD Cover für den Film Zwiebelfische von Christian Bau, 2010

Filmdetails

  • Titel: Zwiebelfische
  • Untertitel: Jimmy Ernst, Glückstadt – New York
  • Regie: Christian Bau, Artur Dieckhoff
  • Format: Dokumentarfilm, Kino
  • Länge: 58 min
  • Produktion: Thede Filmproduktion
  • 2010

Fotos zum Film