Schrift ist ein Abenteuer

2007
Das Gebäude der Imprimerie Nationale, der französischen Staatsdruckerei in Paris wurde 2005 unter weltweitem Protest verkauft. Vor dem Umzug gelang es uns, den einmaligen Schatz an Lettern zu sichten und in den historischen Räume zu drehen.

Besonders beeindruckt haben uns die dort noch tätigen Drucker, Setzer und Schriftkünstler. Das Abenteuer Schrift besteht darin, dass sie die Druckschriften der letzten 300 Jahre im Zugriff haben: von Aramäisch bis zu den Hyroglyphen sind die Zeichensätze komplett vorhanden. Der weltweit größte orientalische Schriftbestand wird in Tresoren bewahrt. Der Film gibt einen umfassenden Einblick in den letzten Stand der Bleisatzherstellung und in die traditionellen Techniken der Drucksachenherstellung.

Nelly Gable, die einzige noch tätige Schriftstempelschneiderin rekonstruiert und aktualisiert historische Schriften. Frank Jalleau digitalisiert die alten Schriftschnitte und schlägt somit die Brücke zur Moderne. Der Druckermeister Frédéric Tachot resümiert am Ende philosophisch über das Verhältnis von Mensch und Schrift.
Gezeigt wird die Arbeit an der Monotype (Einzelbuchstabenguss) und an der Linotype (Zeilenguss). Mit typographischem Herzblut werden die historischen Techniken nicht nur verwaltet, sondern auch für künstlerische Handpressendrucke eingesetzt. Die Begeisterung der Drucker und Schriftkünstler über ihre Profession überträgt sich auf die Zuschauer.

Credits

  • Buch und Regie: Maria Hemmleb und Artur Dieckhoff
  • Kamera: Christian Bau und Bettina Clasen
  • Produktion: thede filmproduktion, Hamburg
  • im Auftrag der Heidelberger Druckmaschinen AG

Verleih: www.diethede.de
Sprachversionen: deutsch, englisch, französisch

Maria Hemmleb
Filmeditorin Maria Hemmleb

Filmdetails

  • Titel: Schrift ist ein Abenteuer
  • Regie: Maria Hemmleb, Artur Dieckhoff
  • Format: Dokumentarfilm
  • Länge: 38 min
  • Produktion: Thede Filmproduktion
  • 2007

Fotos zum Film